Die DGKH >> Fachkommissionen >> Qualitätsmanagement
In Anbetracht der zentralen Rolle der Qualitätssicherung in der Krankenhaushygiene wurde 1998 die bis dahin bestehende Sektion „Hygienemanagement“ zu einer direkt dem Vorstand zugeordneten Fachkommission umstrukturiert. Die Kommission koordiniert die Bearbeitung von Leitlinien und Empfehlungen der DGKH (Hyg Med 1999: 176–178). Zugleich wurden die Aufgabenstellungen der Sektion „Infektionskontrolle und Antibiotika“ übernommen, die 1994 eine umfangreiche Stellungnahme zur perioperativen Antibiotikaprophylaxe erarbeitet hat (9).
Die Fachkommission hat derzeit zwei ständige Arbeitsgruppen. Die AG „Infektionskontrolle“ (Leitung: Dr. Peter Rudolph) ist aufgrund ihrer Bedeutung für die Qualitätssicherung in der Krankenhaushygiene im Jahr 2000 gebildet worden. Ziel ist es, den Gesundheitseinrichtungen in Ergänzung zu den RKI-Empfehlungen eine Hilfestellung bei der Umsetzung des Infektionsschutzgesetzes bezüglich Erfassung und Surveillance nosokomialer Infektionen zu geben.
In der praktischen Arbeit der Gesundheitseinrichtungen ist zu differenzieren zwischen Meldepflicht und Surveillance. Da ohne Surveillance auf Dauer eine rationale, fachlich anspruchsvolle, ressourcenschonende und wirtschaftliche Krankenhaushygiene nicht möglich ist, müssen hierfür praktikable Realisierungsansätze unter Berücksichtigung des Betreuungsspektrums der Einrichtungen, der Bettenzahl und der personellen Situation gefunden werden. Die Infektionssurveillance ist als epidemiologische Basisarbeit eines Versorgungskrankenhauses täglich zu realisieren. Im Unterschied dazu ist die Qualitätssurveillance vor allem eine Domäne der Einrichtungen, die über die hierfür erforderlichen Ressourcen und die fachliche Kompetenz ver-fügen.
Die zweite Arbeitsgruppe „Nosokomiale Infektionen in der Neurologischen Rehabilitation“ (Leitung: Dr. Georg Daeschlein) wurde ebenfalls im Jahr 2000 ins Leben gerufen und befasst sich mit den Grundlagen des Hygiene- und Infektionsmanagements in der neurologischen Rehabilitationsmedizin (Hyg Med 2000: 431).