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Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V.

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Keimbelastung bei Abbrucharbeiten von Bettenhäusern und OP - Bereichen

Ist mit einer hohen Keimbelastung bei Abbrucharbeiten von Bettenhäusern und OP – Bereichen zu rechnen?

Prof. W. Popp: Eine Gefährdung durch Bakterien oder Viren müssen Sie bei den Abbrucharbeiten nach derzeitiger Kenntnis nicht fürchten.
Grundsätzlich ergibt sich bei Abbrucharbeiten eine zumindest abstrakte Gefährdung durch Pilze. Dies gilt aber auch für „normale“ Gebäude und ein höheres Risiko ist bei Krankenhausabrissen nicht zu erwarten. Das Pilzrisiko betrifft nur schwer immunsupprimierte Patienten (Onkologie, Knochenmarktransplantation). Allerdings sollten gerade bei geringem Gebäudeabstand die Fenster abgedichtet sein und erst nach Einstellung der Arbeiten wieder geöffnet werden. Außerdem könnte man, wenn man es sehr ernst nimmt, den Abriss mit Luftmessungen (sehr einfach Partikel, aufwendiger Bakterien und Pilze) begleiten. In diesem Fall müsste man in den nahe liegenden Gebäudeteilen vor Beginn des Abrisses messen lassen und dann während der Abrissarbeiten dieses wiederholen.
Als PDF-Dokument ein Poster von uns über Untersuchungen anlässlich eines Abrisses.

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