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Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V.

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Hygiene-Tipp, August 2009

OP-Textilien zur Vermeidung nosokomialer Infektionen

01.08.2009

Patient und Personal sind in der Lage, Mikroorganismen abzusondern, die sich auf der Körperoberfläche und im Nasen-Rachen-Raum befinden. Aus diesem Grunde ist eine sichere Barriere gegen Mikroorganismen von Personal zum Patienten, aber auch vom Patienten zum Personal dringend erforderlich.

Als wichtigste Präventionsmaßnahmen für das Personal gelten Haarschutz, Mund-Nasen-Schutz, Händedesinfektion und sterile Handschuhe. Darüber hinaus sind sterile OP-Mäntel und sterile Abdecktücher als Barriere zum Patienten unabdingbar.

Die RKI-Richtlinie zur Krankenhaushygiene und Infektionsprävention fordert in der Anlage „Anforderungen der Hygiene bei operativen Eingriffen“ eindeutig und mit der hohen Kategorie IA: „Bei Operationen, bei denen ein Durchfeuchten nicht auszuschließen ist, werden flüssigkeitsundurchlässige Abdeckungen verwendet.“

Darüber hinaus findet sich: „Bei Operationen, bei denen ein Durchfeuchten nicht auszuschließen ist, werden flüssigkeitsundurchlässige Operationskittel getragen (Kategorie IA).“

Da Mikroorganismen, getragen durch Feuchtigkeit, Textilien durchwandern können, ist die Qualität der Textilien von größter Bedeutung. Der Einsatz von flüssigkeitsdichten Op-Textilien verringert das Infektionsrisiko.

Schweiß enthält Mikroorganismen, wie z.B. koagulase-negative-Staphylokokken, aber auch andere Mikroorganismen, die auf dem Körper zu Anflugflora gehören, können auf den Patienten übertragen werden.

Hochwertige OP-Textilien können durch ihre Barrierewirkung ein wesentlicher Baustein zur Minderung nosokomialer Infektionen sein.

W. Popp, K.-D. Zastrow

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