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Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V.

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Hygiene-Tipp, April 2020

Invasive Pilzinfektionen durch Candida-Spezies

01.04.2020

BillionPhotos.com - adobe.stock.com
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In mikrobiologischen Proben werden relativ häufig Hefepilze der Spezies Candida nachgewiesen. In der Mehrzahl der Nachweise handelt es sich um Besiedlungen ohne eine klinische Relevanz. Candida-Nachweise in Trachealsekreten, Urinen und aus oberflächlichen Wundabstrichen sind in aller Regel klinisch irrelevant.

Gefäßkatheter und Pathologien des Intestinaltraktes sind die wichtigsten Eintrittspforten für Candida-Blutstrominfektionen. Candida-Nachweise in Blutkulturen sind immer relevant und zwingen zur Therapie. In der Chirurgie sind es darüber hinaus Patienten nach abdominalchirurgischen Eingriffen, die auch ohne positive Blutkulturen bei prolongierten Verläufen sekundärer und insbesondere tertionärer Peritonitiden ein hohes Risiko für eine invasive Candida-Infektion haben.

Das Therapieregime besteht aus der empirischen Gabe eines Echinocandins und bei guter Response der Deeskalation auf ein Azol-Antimykotikum. Bei Candidämien ist ein ophthalmologisches Konsil essenziell. Die 14-tägige Standardtherapiedauer zählt ab der ersten negativen Blutkultur.

 

Peter Walger, Walter Popp, Ricarda Schmithausen, Lutz Jatzwauk, Wolfgang Kohnen

Der Kurztipp im Auftrag der DGKH gibt die Meinung der Autoren wieder.

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