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Deutsche Gesellschaft für Allgemeine und Krankenhaus-Hygiene e.V.

MODULARE FORTBILDUNG KRANKENHAUSHYGIENE
Möglichkeit für Ärzte anderer Fachrichtungen, nach einer curricularen Fortbildung als Krankenhaushygieniker zu arbeiten.
ANTIBIOTIC STEWARDSHIP KURS DER DGKH
Fortbildung zum ABS-Experten
KURS UMWELTHYGIENE
PRAKTISCHE UMWELTMEDIZIN – MODUL I
15.-18. Juni 2026, Dortmund

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Hygiene-Tipp April 2026

Sind Kompressionsstrümpfe im OP-Bereich erlaubt?

01.04.2026

Frage:

Unser neuer Endoprothetiker verbietet aus hygienischer Sicht dem OP-Personal das Tragen von privaten Kompressionsstrümpfen im OP-Bereich. Ist das wirklich ein Problem?

Antwort:

Schlagen Sie Ihrem Endoprothetiker doch mal das "mikrobiologische Monitoring nach DIN 1946/4 (informativer Anhang, 2018)" vor. Dann wird sich zeigen, wie viele Mikroorganismen aus der OP-Luft mit oder ohne Kompressionsstrümpfe in die OP-Luft abgegeben werden und ggf. auf den OP-Instrumenten sedimentieren. Bei der Interpretation der Ergebnisse sind dann erfahrungsgemäß aber andere Faktoren der OP-Disziplin verantwortlich.

Wenn Sie wirklich die Abgabe von Mikroorganismen der menschlichen Haut im OP-Saal minimieren wollen, sollten sich die Mitarbeiter vorher eincremen (einfetten) oder Overalls tragen. Für die Mitarbeiter in der Chip-Industrie ist das zur Minimierung der Partikelabgabe von der Haut normaler Alltag. Darin wird aber zumindest das OP-Team bei mittelschwerer Arbeit schwitzen.

Fazit: Personal darf Kompressionsstrümpfe auch im OP-Saal tragen. Ein entsprechendes Verbot besteht auch z.B. seitens der KRINKO-Empfehlungen nicht.

Lutz Jatzwauk, Martin Groth, Nils Hübner, Wolfgang Kohnen, Dieter Wieting

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